Curriculum Vitae Ausführlich

Professor Dr. Hans Tietmeyer hat Jahrzehnte lang die Wirtschafts- und Währungspolitik der Bundesrepublik maßgeblich mit geprägt. Nicht erst seit seiner Verabschiedung als Bundesbankpräsident engagiert er sich in zahlreichen Ehrenämtern für Kirche und Gesellschaft.

 

Lebenslauf

18.08.1931geb. in Metelen , Westfalen
1952Abitur (Gymnasium Paulinum Münster)
1953 - 1959

Universitätsstudium:

  • Drei Semester Philosophie und Theologie (Münster)
  • Danach Wirtschafts- und Sozialwissenschaften in Köln (1955/56 zugleich Generalsekretär der KDSE in Bonn)
1959
Diplom-Volkswirt (Universität Köln)
1959 - 1962
Geschäftsführer der Studienförderung Cusanuswerk (Bonn)
1960
Dr. rer. pol. (Universität Köln)
1962 - 1982
Bundesministerium für Wirtschaft , Bonn
 1962 - 1970 Referent für "Grundsatzfragen der Wirtschaftsordnung und Wirtschaftspolitik" (ab 1967 Referatsleiter)
 1970 - 1972 Leiter der Unterabteilung "Europäischer Gemeinsamer Markt und Verhältnis zu Drittländern" (gleichzeitig Lehrauftrag an den Universitäten Bochum und Köln sowie auf EG-Ebene Mitarbeit in der "Werner Gruppe" zur Erarbeitung eines Plans für die Wirtschafts- und Währungsunion der EG)
 1972 - 1973 Leiter der Unterabteilung "Grundsatzfragen der Wirtschaftspolitik, Konjunktur- und Wachstumspolitik"
 

1973 - 1982 Leiter der Abteilung I "Wirtschaftspolitik" (Ministerialdirektor), zeitweilig auch

  • Präsident des EG-Ausschusses für Wirtschaftspolitik (Brüssel)
  • Mitglied im OECD-Ausschuss für Wirtschaftspolitik (Paris)
  • Präsident des OECD-Untersuchungsausschusses "Positive Adjustment-Policy" (Paris)
1982 - 1989

Staatssekretär im Bundesministerium der Finanzen , Bonn (zuständig für Grundsatzfragen der Finanzpolitik, für internationale Währungspolitik und für EG-Fragen), zeitweilig auch

  • Präsident des EG-Währungsausschusses (Brüssel)
  • Präsident der WP3 (Währungsfragen) der OECD (Paris)
  • Persönlicher Beauftragter des Bundeskanzlers zur Vorbereitung der Weltwirtschaftsgipfel von 1983 - 1999 ("Deutscher Scherpa")
1990 - 1999
Deutsche Bundesbank, Frankfurt am Main
 1990 - 1991 Mitglied des Direktoriums der Deutschen Bundesbank (zuständig für Ausland, Internationale Währungsfragen, Organisation und Abkommen), April bis Juni 1990 Freistellung für Leitung der Verhandlungen über die deutsch-deutsche Währungsunion
 01.08.1991 Vizepräsident der Deutschen Bundesbank
01.10.1993

Präsident der Deutschen Bundesbank

01.09.1999

Eintritt in den Ruhestand (aus Altersgründen)

(Verabschiedung in Deutschland durch Bundeskanzler Schröder und in Washington durch Alan Greenspan, Larry Summers, Wim Duisenberg, Jakob Frenkel und Carlo Ciampi)

1990 - 2003Vorsitzender des Kuratoriums der Deutschen Bundesstiftung Umwelt


Derzeitige Aktivitäten

Mitglied in Aufsichtsräten:

Mitglied in Beiräten von Unternehmen:

Mitglied in Kuratorien bzw. Stiftungsgremien

 

Auszeichnungen (Auswahl)

Die Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster verlieh ihm 1994 die erste Ehrendoktorwürde. Weitere Ehrendoktortitel erhielt er von der

1994 wurde er von Papst Johannes Paul II. zum Mitglied der neugegründeten Päpstlichen Akademie für Sozialwissenschaften in Rom berufen. Seit 2004 ist er auch Mitglied des mit der Leitung der Akademie beauftragten Rates.

Die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg berief ihn 1996 zum Honorarprofessor für Volkswirtschaftslehre.

Prof. Dr. Tietmeyer ist Träger des Großen Verdienstkreuzes mit Stern und Schulterband des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland sowie des Hessischen Verdienstordens.

Außerdem wurden ihm im Laufe der Jahre zahlreiche hohe ausländische Auszeichnungen verliehen (von Frankreich, Italien, Belgien, Niederlande, Luxemburg, Österreich, Ungarn, Vatikan).

Der Europäische Zentralbankrat hat ihn 2003 zu seinem Ethical Adviser berufen.

Seine Heimatgemeinde Metelen hat ihn zum Ehrenbürger ernannt und das dortige Heimatmuseum nach ihm benannt. Außerdem hat die Gemeinde Ladbergen ihm den Bürgerring als Auszeichnung verliehen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Preisverleihungen (Auswahl)

22.10.1993Paul-Schnitker-Preis in Münster (für hervorragende Verdienste um die Förderung von Wissenschaft und Bildung sowie der Sozialen Marktwirtschaft)
18.06.1997
Europäischer Handwerkspreis 1997 in Düsseldorf (für sein Ein treten für die freiheitliche Wirtschaftspolitik und für seine Verdienste um die Wahrungsstabilität im wiedervereinigten Deutschland und in der künftigen Europäischen Währungsunion)
15.12.1997
Special Prize of the German-British-Forum in London (for an outstandlng contribution to relations between Britain and Germany)
20.11.1998
Verleihung des Capo-Circeo-Preises 1998 durch die Vereinigung für italienisch-deutsche Freundschaft in Rom
11.03.1999Förderpreis „Soziale Marktwirtschaft" 1998 des wirtschaftspolitischen Clubs Berlin/Bonn (für unermüdliches und nachdrückliches Eintreten für die Soziale Marktwirtschaft)
24.05.1999
Jahrespreis 1999 des Liberalni Institute in Pracg
04.06.1999
"Award for Lifetime Achievement in International Finance" der Zeitschrift Euromoney in London
20.03.2000
Verleihung der Ludwig-Erhard-Medaille 2000 für Verdienste um die Soziale Marktwirtschaft in Frankfurt
01.07.2000Verleihung des "Premio Pico della Mirandola Per l'Economica, la Finanza e l'Impressa" in Italien
07.12.2000
Verleihung des “Premio Euro d‘Oro“ in Rom
16.12.2000
Verleihung des „Europäischen Wirtschaftspreises 2000" der Europäischen Kulturstiftung in Basel
16.09.2002Verleihung des "William Lindley-Ringes“ für Verdienste im Bereich des Umweltschutzes

27.02.2003

 

09.07.2007

 

Verleihung des Hermann-Ehlers-Preises für Verdienste bei der Konzipierung und Realisierung des Euro in Kiel

Die japanische Regierung verleiht Hans Tietmeyer den "Orden der Aufgehenden Sonne mit Schulterband" für „außerordentlich große Verdienste" um die deutsch-japanischen Beziehungen.